Aconcagua 02.01. – 31.01.2007

Hotel Maria Angola Santiago, Chile
Hotel Maria Angola Santiago, Chile
Große Etappen stehen bevor...
Große Etappen stehen bevor...
Peter am Kiosk `ne Coke kaufen
Peter am Kiosk `ne Coke kaufen
Schönen Gruß an die Dornen der Umgebung...
Schönen Gruß an die Dornen der Umgebung...
Ein "Bauernhof"
Ein "Bauernhof"
Jürgen am Puente del Incas
Jürgen am Puente del Incas
Überquerung einer Hängebrücke
Überquerung einer Hängebrücke
Mulis als Fortbewegungsmittel
Mulis als Fortbewegungsmittel
Camp Confluenza
Camp Confluenza
Unsere Küche am Plaza Francia
Unsere Küche am Plaza Francia
Auf dem Weg zur Südwand
Auf dem Weg zur Südwand
Wetterdaten gehen in die Planung ein
Wetterdaten gehen in die Planung ein
Akklimatisationstour im Büßereis
Akklimatisationstour im Büßereis
Wetterumschwung bei Akklimatisationstour zum Bonetti
Wetterumschwung bei Akklimatisationstour zum Bonetti
Ein wärmender Kaffee...
Ein wärmender Kaffee...
Das Basecamp im Schnee
Das Basecamp im Schnee
Blick auf die Nordwand
Blick auf die Nordwand
Schweres Gepäck auf dem Rücken...
Schweres Gepäck auf dem Rücken...
Abendstimmung vor dem 2. Gipfelsturm
Abendstimmung vor dem 2. Gipfelsturm

Tourbericht der 4-wöchigen Tour zum Aconcagua, Chile

02.01.07

Start in Winterberg

03.01.07

Santiago:
Friedmuth Balleck und Lothar Geiersbach holen uns am Flughafen ab, einchecken im Hotel, erstes Abklären, wie es weiter läuft (Friedmuth lebt seid 30 Jahren in Chile und kennt sich bestens aus und hilft uns unkonventionell und schnell weiter).

04.01.07

Sachen für Fahrradetappe umpacken und Tickets für Mendozza besorgen. Sebastian Balleck (jüngster Sohn von Friedmuth) hat sich bereit erklärt, das schwere Berggepäck mit dem Bus nach „Puente del Inka“ zu bringen, da unser dritter Mann ausgefallen ist.

An dieser Stelle noch einmal Danke für die Unterstützung.

05.01.07

Fahrt nach Mendozza:
Haben uns die Strecke schon mal angeschaut (das wird eine anstrengende Geschichte) und einen ersten Blick auf den Berg werfen können. In Mendozza Fahrräder ausgepackt und uns ein Zimmer besorgt.

06.01.07

In Mendozza Permits für den Berg organisiert (das dauert hier alles ein wenig länger und so konnten wir erst gegen Mittag starten).
Die Reise dauerte nicht lange, denn nach einer ¾ Stunde waren bei Peter beide Reifen platt (Dornen drin) und es musste erst mal geflickt werden (Ärger!!!). Doch zu unserem Glück sollte es sich als einzige große Panne erweisen. Bis nach „Potrerillos“ ca. 70 Km gefahren und auf einem Campingplatz einquartiert.

07.01.07

8.00 Uhr Aufstehen, packen frühstücken und um 11.00 Uhr wieder im Sattel. Die Hintern brennen ein wenig aber das gehört dazu. Der Rücken schmerzt ein wenig, das kommt von den Rucksäcken (das nächste mal doch Satteltaschen? Doch wie viel Taschen will man mitschleppen auf so einer Tour).
Es ging durch eine grandiose Landschaft bis „Uspallata“ vorbei an der alten Bahnstrecke und verfallenen Häusern, neuen Siedlungen und durch karges Land, in der dich so viel Natur fast erschlägt.

08.01.07

Die vorerst letzte Etappe bis „Puente del Inca“ sollte nach dem Motto „No Pain No Game“ stattfinden, denn die 70 Km bis zum Ziel wurden durch kräftigen Gegenwind erschwert und wir mussten uns unsere Höhenmeter hart erkämpfen.
In Puente del Inka wartete schon Sebastian nebst Freundin, die schon einen Campingplatz gefunden hatten und wir konnten uns erst mal häuslich niederlassen.

09.01.07

Erkundung der Gegend und kleiner Spaziergang zum Gate des Parkes, wo man uns erklärte das es verboten ist mit Rädern in den Park zu gelangen. Plan B ohne Räder musste her.

10.01.07

Wieder einmal ein Organisationstag: Mulis für das schwere Gepäck, aber wohin mit den Fahrrädern?
Wir konnten Sie auf der Polizeiwache deponieren (die Leute hier sind sehr hilfsbereit und freundlich, wie sich auf der weiteren Tour noch häufiger zeigte). Die Rückfahrt von Sebastian musste geklärt werden.

11.01.07

Einchecken am Gate (Empfang, Müllsäcke und Registrierung).
Erste Etappe bis Camp „ Confluenzia “ 3300m, Kontakt mit den ersten Bergsteigern, die wir bei der weiteren Tour immer wieder mal trafen.

12.01.07

Benzinbrenner repariert, damit wir was zum Frühstücken machen konnten. Daniel und Chriga (Christine) aus der Schweiz kennengelernt. Beide sind auch alleine unterwegs und wollen sich mit uns im Basislager treffen.
Dann ein tolle Akklimatisationstour zum Plaza Francia (4200m) und retour. Die Südwand war leider in Wolken, doch die Eindrücke waren irre.
Abends gab es noch eine Versteigerung von Lebensmitteln, die eine italienische Gruppe noch übrig hatte, und es war ein heiden Spaß im Lager.

13.01.07

Heute war der erste richtige Test für uns, denn es ging zum „Place de la Mulas“, einem 9-stündigen Marsch durch das „Horcones Tal“ zum Basislager auf der anderen Seite des Aconcagua.
Es ging durch verschiedenste Landschaften über Geröll, Wasserläufe, durch Ebenen und über steile Anstiege bis zum Ziel, wo wir abends um 20.00 Uhr ankamen und noch schnell unser Zelt beim letzten Tageslicht aufbauen konnten.

Ein paar Kekse zum Abendssen und dann nur noch schlafen.

14.01.07

Haben heute unser Zelt zu Daniel und Christine verlegt und uns zusammengetan.
Die meisten hier oben gehen mit irgendwelchen Agenturen und wir sind fast die Einzigen die frei gehen.
Ansonsten haben wir uns mit essen, trinken und planen beschäftigt, da wir uns erst an die Höhe gewöhnen müssen, die wir gut verpacken.

15.01.07

Haben eine Akklimatisationstour Richtung Horcones gemacht.
Eine tolle Tour durch Büßereis, über Geröllhalden und Gletscherbäche. Doch gegen Nachmittag zog es sich schnell zu, so das wir zurück zum Lager gegangen sind.

16.01.07

Ruhetag:
Im Lager umgeschaut und den Künstler Miguel Doura besucht, der in der Saison hier oben lebt und arbeitet.

17.01.07

Das Wetter hat umgeschlagen und es hat geschneit. Tagsüber jedoch wieder Sonne und so sind wir gegen 11.30 Richtung „Bonetti“ (5080m) zu einer Akklimatisationstour aufgebrochen.
Mußten nach dem Gipfel schnell runter, da das Wetter umschlug und es anfing zu Gewittern (die Luft war elektrisch aufgeladen). Suchten im Hotel (in der Nähe des Basislagers hat man tatsächlich ein Hotel errichtet!) Schutz und gönnten uns erst ml einen Kaffee.
Nachdem sich das Wetter gebessert hatte gingen wir zu unseren Zelten und mussten, nachdem wir Sie freigeschaufelt hatten, feststellen, das je ein Gestänge gebrochen war.

18.01.07

Noch mal ein Ruhetag:
Planung für den Gipfel. Das Wetter ist eher bescheiden und ähnelt mehr einer Winterbesteigung.

19.01.07

Aufstieg zum „Nido de Condores“, das Wetter: es ist bitter kalt und wir bekommen das Wasser kaum zum kochen. Die Nacht ist kurz und unruhig.

20.01.07

Gegen 2.00 Uhr aufgestanden und versucht Wasser zu schmelzen und zu kochen......

Versuch scheitert aufgrund des Wetters mit Windgeschwindigkeiten um 160Km/h.

Es folgt ein sofortiger Abstieg ins Basislager, da Jürgen Schmerzen in der Brust hat und sich nicht wohl fühlt worauf ihn der Arzt ihn runter schickt. Es besteht Verdacht auf Lungenödem, was sich aber zum Glück nicht bestätigte.

21.01.- 22.01.07

Warten, relaxen, den Akku aufladen.

Die Gruppen kehren Größtenteils enttäuscht zurück, keiner war oben. Einige hängen noch in den Höhenlagern fest.
Für die meisten war es das dann auch, die Zeit ist um und Sie müssen zu ihren Fliegern. Einige wie auch wir wollen noch mal rauf. Und das Wetter wird auch zusehens ruhiger. Hat es die Nacht zum 22. noch fast das Zelt weggeweht, so ist es schon freundlich, die Sonne scheint und der Wind hat sich gelegt.

23.01.- 24.01.07

Die nächsten zwei Tage sollten es zeigen. Hatte sich die Vorbereitung gelohnt, spielte das Wetter mit...

Den Weg zum Nido ein zweites Mal, Nachts um 5.00 auf und ab Richtung Gipfel.. Das Wetter spielte mit und so war der innere Schweinehund, die physische und psychische Kondition gefragt.

Jeder ging sein Tempo für sich und die Gruppe (wir waren mitlerwile zu sechst) verlor sich am Berg zwischen den anderen Gruppen, die alle das selbe wollten: Auf den Gipfel dieses entlos langen Berges, der so greifbar Nah zu sein schien und nach Stunden immer noch so weit weg war.

Man glaubte kaum voran gekommen zu sein, denn der Gipfel kam und kam einfach nicht näher.
Doch nach etlichen Kurven, Steigungen und Geröll, vielen Stunden mit dir alleine und enttäuschten Gesichtern von Leuten die nicht weiter konnten, (von ca. 250 gestarteten Leuten kamen in etwa 50 an) standen wir auf dem Gipfel.

Jürgen gegen 14:15 Uhr Peter ca. 1,5 Stunden später und genossen einen grandiosen Ausblick über die Anden, der alles Andere vergessen läßt.

Doch auch ein Gipfel ist nur ein Punkt bei der Besteigung, denn es hieß noch absteigen und sicher zum Lager kommen, wo die Anderen schon warteten oder schon schliefen.

25.01.07

Abstieg zum Basislager, weiterer Abstieg nach „Puente del Inka“ ( Es waren gerade Mulis fürs schwere Gepäck frei). Auch dieser Marsch war eine Herrausforderung für sich, da uns auf unserem Weg nicht nur die Füße schmerzten, sondern auch die Natur uns ein Bein stellte.

Ein Weg, den wir für unsere Rücktour eingeplant hatten war anscheinend mit samt Abhang weg und so mussten wir ca. 250 Höhenmeter in einer Rinne über einen Bergkamm in ein parralleltal,was uns viel zeit kostete und wir erst im Dunkeln am Gate ankamen.

Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten mußte erst mal eine Dusche her und unsere Gesichter ein wenig vom Bart befreit werden. Erst jetzt wird man sich bewußt inwieweit man seine Mitmenschen mit geruchsintensiven Aromen vom Berg quält.

25.01.07

Der Tag läßt sich mit mit Erholung, Ruhe und gemütlichem Packen schnell umschreiben.

Heute ging es noch mal zur Sache, denn die letzte Etappe unserer Tour stand an und es sollte ein langer Tag werden. Eigentlich wollten wir die Strecke in 2 Tagen abfahren, doch wurde der Plan unterwegs geändert und wir fuhren bis in den Abend nach Santiago.Auf der Rückfahrt legten wir mit dem Rad die gesamte Strecke von 155Km (mit 1550 Höhenmetern) von Puente del Inka nach Santiago an nur einem Tag zurück.

Völlig fertig fielen wir dort in die Betten, doch wir hatten den sportlichen Teil endlich zum Abschluß gebracht und konnten uns einen Tag länger in diesem schönen Land umschauen, bevor es am 30.01. zurück nach Deutschland ging.

v. oben: Peter, Jürgen und Daniel am Gipfel
v. oben: Peter, Jürgen und Daniel am Gipfel
Anzeige des Höhenmessers
Anzeige des Höhenmessers
Schild mit Einschüssen in einem rauhen Land
Schild mit Einschüssen in einem rauhen Land
Tunel del Cristo Redentor
Tunel del Cristo Redentor

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